Welle & Nürnberger – Relevanz und Funktionsweise des Regulatory Monitoring

Avatar jvadmin | September 11, 2018

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Jan Mario Welle, Legal Horizon AG, (und Prof. Dr. Andreas Nürnberger, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg): Relevanz und Funktionsweise des Regulatory Monitoring

Was ist Regulatory Monitoring? Warum muss man das machen?
Grundsätzlich geht es darum, das aktuelle Recht einfach erstmal zu beobachten. Das aktuelle Recht heute auf dem Radar zu haben – was also heute gilt, wenn man sagt international – ist schon schwierig genug.

Spannend wird es aber bei der Frage: Was ist in zwei Jahren? Das ist die eigentliche Frage. Weil die Produkte für alle Märkte heute entwickelt werden müssen, die Unternehmen müssen heute global organisiert werden, die IT-Systeme müssen heute aufgebaut werden und eben auch das Personal muss man heute aufstellen. Das heißt, es reicht nicht einfach die aktuelle Norm, sondern man braucht eine Vorschau: was passiert in einem halben Jahr, in einem Jahr oder möglicherweise dann auch in zwei Jahren.

Dann stellt sich die Frage: Wie funktioniert das nun heute? Ich habe relativ viele Gespräche geführt – mit kleineren Unternehmen, mit größeren Unternehmen – häufig ist es so: Compliance sagt einfach „okay, wir müssen compliant sein“. Geht damit zur Rechtsabteilung, die sagt „alles schön und gut, wir sind in 20 Ländern vertreten, von den Produkten haben wir aber keine Ahnung und übrigens sind wir auch nur drei Leute“.

Das heißt, der Weg geht dann weiter zu den Fachabteilungen. Das Monitoring der Regularien – was ist für uns relevant – wird somit dorthin verlagert. Da hat man aber natürlich ein Problem. Dort hat man zwar die Fachexpertise, man kennt auch die Produkte, kennt aber nicht unbedingt die rechtlichen Rahmenbedingungen, weil dort eben nicht so wahnsinnig viele Juristen sitzen. Da nun diese Kommunikation hinzugekommen, das ist schon tatsächlich ein Problem.


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